Landeskirchliches Archiv

Kassel

mehr als 200.000 Dokumente und 1,3 Mio. Digitalisate, 800 n.Chr. - 21. Jahrhundert

„… dem christlichen Volke sein ursprüngliches Recht zurückgeben“

Das Landeskirchliche Archiv Kassel beteiligt sich im Rahmen einer nordhessischen Woche der Archive am bundesweiten 9. Tag der Archive des Verbands deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. Das Motto Demokratie und Bürgerrechte greifen wir in einer kleinen Ausstellung mit Quellen zur Berufung einer Generalsynode 1831 auf. Die Ausstellung ist vom 1. bis zum 29. März 2018 im Foyer des Landeskirchlichen Archivs in der Lessingstraße zu sehen, jeweils dienstags bis donnerstags. Am Donnerstag, den 1. März 2018, finden um 11:00 und um 15:00 Uhr Führungen statt. An diesem Tag gibt es auch einen Sonderverkauf der Schriften und Medien des Archivs.

Petition vom Juni 1831 (Ausschnitt)
Quelle: Landeskirchliches Archiv Kassel, E 1 Pfarrarchiv Ebsdorf Nr. 231.

Landeskirchliches Archiv Kassel
Lessingstraße 15 A, 34119 Kassel

Donnerstag, 1. März bis Donnerstag, 29. März 2018 Ausstellung im Foyer „… dem christlichen Volke sein ursprüngliches Recht zurückgeben“ – Quellen zur Berufung einer Generalsynode 1831
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 8.00 bis 16.00 Uhr

Weitere Links:
http://www.archive-nordhessen.de
http://www.tagderarchive.de/teilnehmende-archive.html

 

Mittelalterliche Handschriften und ihr zweites Leben als Einbandfragmente in Kurhessen-Waldeck – ein longue-durée-Projekt des Landeskirchlichen Archivs Kassel

Longue Durée ist ursprünglich ein Fachbegriff der Geschichtswissenschaft (Annales-Schule). Die Bezeichnung wird verwendet zur Beschreibung politischer, gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Strukturen, die sich sehr langsam entwickeln.

Das Fragmente-Projekt kann aus doppelter Hinsicht mit dem Begriff „longue durée“ umschrieben werden. Die ältesten Fragmente des Erschließungs- und Digitalisierungs­projekts des Landeskirchlichen Archivs Kassel stammen aus dem 8. und 9. Jahrhundert. Und unser Projekt selbst begann vor knapp 15 Jahren und konnte Ende 2017 mit der Print- und e-book-Publikation „Einbandfragmente kirchlicher Provenienz aus Kurhessen-Waldeck“ abgeschlossen werden. Dem über 500 Seiten starken Katalog mit Personen- Orts- und Sachregister von Konrad Wiedemann sind ein Vorwort des Bischofs der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und eine Projektbeschreibung vorangestellt.

Konrad Wiedemann: Einbandfragmente kirchlicher Provenienz aus Kurhessen-Waldeck. Umschlaggestaltung: Jörg Batschi, Tübingen. Umschlagabbildung: 0025. Fragment GRADUALE (Landeskirchliches Archiv Kassel, Depositum Pfarrarchiv Allendorf, 15. Jh.)

Das Projekt „Digitale Erschließung von Einbandfragmenten in kirchlichen Archiven aus Kurhessen-Waldeck“ startete 2003 mit einer Umfrage des Landeskirchlichen Archivs Kassel in allen Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und anderen kirchlichen Einrichtungen, ob sie im Besitz von Kirchenrechnungen oder Kirchenbüchern mit mittelalterlichen Einbandfragmenten seien.

Am Ende sind es 736 Fragmente geworden, zumeist liturgischer Provenienz, aber auch juristischer oder medizinischer Herkunft, hebräischer oder mittelhochdeutscher, allesamt nach DFG-Richtlinien beschrieben und digitalisiert. Der Katalog bietet die komplette Beschreibungsebene, ergänzend dazu liefern Archivportal-D / Deutsche Digitale Bibliothek eine Abbildung des jeweiligen Fragments. In einigen Fällen konnten nahezu ganze Bände rekonstruiert werden oder die Zusammengehörigkeit mehrerer Einbände.

 

 

 

 

 

 

 

 

Konrad Wiedemann, Einbandfragmente kirchlicher Provenienz aus Kurhessen-Waldeck (Schriften und Medien des Landeskirchlichen Archivs Kassel 37, hg. v. Bettina Wischhöfer), kassel university press 2017.

ISBN 978-3-7376-0396-6 (print)
ISBN 978-3-7376-0397-3 (e-book)
DOI: http://dx.medra.org/10.19211/KUP9783737603973
URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0002-403972

Umschlaggestaltung: Jörg Batschi, Tübingen
Umschlagabbildung: 0025. Fragment GRADUALE (Landeskirchliches Archiv Kassel, Depositum Pfarrarchiv Allendorf, 15. Jh.)

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