Landeskirchliches Archiv

Kassel

mehr als 200.000 Dokumente und 1,3 Mio. Digitalisate, 800 n.Chr. - 21. Jahrhundert

15 Jahre Volunteering im Landeskirchlichen Archiv Kassel – special thanks to Christian Hilmes

Hilmes-Ehrung

Christian Hilmes erzählt der hoffnungsvollen Jugend spannende Geschichten, die er bei seiner Arbeit im Archiv erlebt (Besuch einer Grundschulklasse im Landeskirchlichen Archiv Kassel im Mai 2008) Foto: Wischhöfer

 

Volunteering wird als eine altruistische Aktivität beschrieben – eine Person bietet einen freiwilligen Dienst ohne finanzielle Vergütung an. Von diesem Dienst profitiert der ehrenamtliche Mitarbeiter (volunteer) ebenso wie die Institution, in der er tätig ist, und die Allgemeinheit.

Die oben beschriebene Win-Win-Situation genießt das Landeskirchlichen Archiv Kassel seit fünfzehn Jahren. Seit 2001 ist Dekan i.R. Christian Hilmes in der Lessingstraße 15 A   ehrenamtlich tätig. Er ordnete und verzeichnete bisher dreißig Bestände in 15.151 Verzeichnungseinheiten, gewöhnlich an zwei Tagen in der Woche.

Zumeist waren es Pfarrarchive, deren historischer Wert unter seinen Händen wieder angemessen an das Tageslicht trat. Aber auch mit Spezial-Beständen hat sich Hilmes erfolgreich auseinandergesetzt, erwähnt seien hier zum einen die anspruchsvolle Einzelblatt-Verzeichnung des Nachlasses des Kirchenmusikkomponisten Herbert Beuerle, die u. a. 2.200 Kompositionen enthielt (darunter zahlreiche Autographen und bisher unveröffentlichte Werke), und zum anderen die Erfassung der Mitgliederkartei der Marburger Bekenntnisgemeinde. Überliefert sind hier knapp 1.900 „Rote Karten“, die einen seltenen Blick auf die Jahre des Kirchenkampfes 1934 bis 1938 erlauben. Diese wie auch die übrigen erschlossenen Bestände sind online recherchierbar unter www.archivportal-d.de.

Auf Initiative der Archivleiterin erhielt Hilmes 2005 den erstmals vergebenen „Hessischen Archivpreis für ehrenamtliches Engagement“ in Pfungstadt. Den mit 1.000,- € dotierten Preis erhielt er aus der Hand des Staatssekretärs des hessischen Wissenschaftsministeriums.

Das Landeskirchliche Archiv Kassel gratuliert dem volunteer Christian Hilmes ganz herzlich zum 80. Geburtstag! Wir wünschen ihm (und uns) alles Gute für das neue Lebensjahrzehnt, interessante Einsichten und weiterhin viel Freude beim Erschließen im Landeskirchlichen Archiv Kassel. Möge die Win-win-Situation noch lange andauern!

Kirchenarchiv zeigt Ausstellung zu Migration und Mobilität

Kassel (epd). Im Rahmen der nordhessischen „Woche der Archive“ (5. bis 13. März) zeigt das Landeskirchliche Archiv Kassel ab Donnerstag eine kleine Ausstellung zum Wochenthema „Mobilität im Wandel“. Anhand von alten Kirchenbucheinträgen werde dargestellt, dass schon seit der frühen Neuzeit Menschen aus wirtschaftlichen sowie glaubens- und kriegsbedingten Gründen ihre angestammte Heimat verlassen mussten, sagte Archivleiterin Bettina Wischhöfer dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dies werde anhand ausgewählter Beispiele aus der Zeit seit dem 17. Jahrhundert erläutert.

Die Ausstellung bietet darüber hinaus Beispiele zum Thema Mobilität im Bereich der Kirche. Dazu gehört ein Antrag einer Kasseler Krankenhausseelsorgerin aus dem Jahre 1958 zur Gewährung eines Darlehens in Höhe von 2.400 Deutsche Mark. Sie wollte damit ein Gogomobil kaufen, um die ihr anvertrauten fünf Krankenhäuser besuchen zu können. Für ganz andere Zwecke nutzte der ehemalige Kirchenbaurat Hans A. Maurer die neu gewonnene, individuelle Mobilität: er fertigte nach Eintritt in den Ruhestand ab 1968 Fotos von allen Kirchen und kirchlichen Gebäuden in Kurhessen-Waldeck an. Diese seien heute noch wertvoller Bestandteil des Archivs, sagte Wischhöfer. (7.3.16)

Die Ausstellung „Migration und Mobilität in Kurhessen-Waldeck“ ist vom 10. März bis 7. April im Landeskirchlichen Archiv, Lessingstraße 15, in Kassel zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr.

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Abbildung: Nikolaihaus in Mengeringhausen (o.D.), Sammlung Maurer, 614-5, Copyright Landeskirchliches Archiv Kassel.

Relaunch der neuen Website

Bekanntlich sind Websites und Blogs (Wortkreuzung aus engl. Web und Log für Logbuch) virtuelle Plätze im weltweiten Informationsraum World Wide Web. Letzteres wurde unter Weiterentwicklung vorhandener Konzepte (teils mit militärischem, teils mit universitärem Hintergrund) 1989 am europäischen Forschungszentrum CERN in Genf entwickelt. Das WWW ist der Öffentlichkeit einige Zeit später zur freien Verfügung gestellt worden. Erste Weblogs tauchten Mitte der 1990er Jahre auf. Damit begann das Internet-Zeitalter. Es führte zu umfassenden Umwälzungen in vielen Lebensbereichen und zu einem grundlegenden Wandel des Kommunikationsverhaltens und der Mediennutzung. In seiner kulturellen Bedeutung wird es mit der Erfindung des Buchdrucks gleichgesetzt.

 

Das Archivteam von links nach rechts: Thomas Gothe, Bärbel Kiefer, Bernd Breidenbach, Bettina Wischhöfer, Peter Heidtmann-Unglaube, Foto: medio.tv/schauderna.

Das Archivteam von links nach rechts: Thomas Gothe, Bärbel Kiefer, Bernd Breidenbach, Bettina Wischhöfer, Peter Heidtmann-Unglaube, Foto: medio.tv/schauderna.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Fuldaer Fachtagung „Das Ganze im Fragment“

Fachtagung „Das Ganze im Fragment. Zerstörte und wiederentdeckte Schätze aus kirchlichen Bibliotheken, Archiven und Museen“ in Fulda

Die Altbestandskommission der Arbeitsgemeinschaft Katholisch-Theologischer Bibliotheken (AKThB) und des Verbandes kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken (VkwB) veranstaltete am 27./28. November 2015 in Zusammenarbeit mit der Theologischen Fakultät Fulda und dem Institut Bibliotheca Fuldensis ihre 2. Tagung.

Den kompletten Beitrag können Sie unter AUGIAS.net nachlesen.

Einbandfragmente Fulda

„Artists in Residence“ mit Werken von Dieter von Andrian in Kassel

Den kompletten Artikel können Sie unter AUGIAS.net nachlesen.

Artists in Residence